Der Schlaganfall hat mich nicht in den Rollstuhl gebracht. Trotzdem musste ich vieles neu lernen. Anfangs bewegte ich mich immer an der Wand entlang. Der Handlauf musste in Reichweite sein. Erst nach der Reha merkte ich, wie viele Schwierigkeiten im Alltag geblieben waren.
Die Reha brachte mich weit. Aber sie konnte nicht alle Probleme lösen.
Mir wurde klar: Wenn ich weitere Fortschritte machen will, muss ich selbst aktiv werden.
So begann meine Suche nach besseren Übungen. Ich probiere viel aus. Manche Ideen funktionierten nicht, wie gedacht. Andere sind Zufallstreffer. Mit jeder Erfahrung lerne ich meinen Körper besser kennen.
In dieser Zeit wurde ich zum Manager meiner eigenen Rehabilitation. Ich warte nicht mehr darauf, dass andere meine Probleme lösen. Ich nehme es selbst in die Hand.
Genau davon handelt Clever Reaktiv. Er ist mein Reisebericht durch die Welt der Übungen. Ich möchte weitergeben, was mir geholfen hat, damit auch andere ihren Weg finden können.
Besser üben mit Physio Gong
Für meine Art zu üben habe ich einen eigenen Namen gefunden: Physio Gong.
Physio steht für Physiotherapie.
Gong steht für Qi Gong.
Physio Gong verbindet für mich beides
Meine Medikamente nehme ich gehorsam ein. Zu meiner Beweglichkeit tragen sie aber nichts bei.
Ich glaube, dass mein Körper viele Fähigkeiten zur Anpassung in sich trägt. Meine Aufgabe besteht darin, mein Potential mit den richtigen Übungen anzuregen.
Ich wähle ich meine Übungen nach dem Grundsatz aus: Sie sollen mir guttun. Ich möchte nach dem Üben beweglicher sein als vorher und besserer Stimmung. Nicht erschöpfter.
Im Qi Gong habe ich gelernt, dass Energie wichtiger ist, als alles andere. Aus der Physiotherapie habe ich gelernt, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben.
Beides zusammen ergibt für mich Physio Gong.
Ich behalte Übungen, die mir helfen. Was nichts bringt, sortiere ich wieder aus. So entsteht nach und nach mein ganz persönliches Trainingsprogramm.


