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Mein Hirn braucht Pflege
Tai Chi stimuliert das Gehirn mit Bewegungen des Körpers
Im Kopf geht Tai Chi auf dem Grund eines Sees
Für meinen Körper kenne ich viele Bewegungen. Im Vergleich dazu, vernachlässige ich mein Gehirn, obwohl meine körperlichen Einschränkungen auf mein defektes Hirn zurückgehen. Gerade hier brauche ich Training.
Ich kenne sogar Bewegungen für einzelne Muskeln. Übungen für einzelne Hirnbereiche sind mir nicht bekannt. Ausgenommen das Gedächtnis. Dafür gibt es eine kleine Industrie mit fordernden Übungen, die einfach sein sollen. Ansonsten sind Übungen fürs Gehirn dünn gesät, unpraktisch, langweilig und machen keine Lust auf mehr.
Ich brauche aber Yin und Yang.
Das 2-Minuten-Video Gehirntraining. 3 EFFEKTIVE Übungen um deine Koordination + Konzentration zu verbessern stellt drei Übungen für den Körper vor, zur Verbesserung des Gehirns. Ein Video für Tai Chi unter Wasser habe ich leider nicht gefunden.
Die Finger formen abwechselnd einen Hasen und eine Pistole.
Gleichzeitiges klopfen auf Kopf und Bauch.
Einzelne Finger tippen sich abwechselnd an.
Übungen für Körper und Gehirn sind unterschiedliche Sphären. Beim Tai Chi bewege ich alles harmonisch als Einheit, da haben Körper und Geist eine Verbindung wie Yin und Yang.
Tai Chi ist eine evolutionäre Kampfkunst, das Ergebnis von Jahrhunderten Übung. Aus einer langen Reihe von immer besser werden ist die Tai Chi Form entstanden. Der Körper ist als Einheit optimiert. Ich bewege mich ganz oder gar nicht. Zu dieser Einheit gehört auch mein Geist, er ist untrennbar mit dem Körper verbunden.
Zum Lernen von Tai Chi reicht ein Menschenleben nicht aus. So eine Redewendung.
Wahr ist, das Lernen von Tai Chi ist nie abgeschlossen. Auch nach Jahrzehnten, lerne ich noch dazu.
Es braucht Zeit, weil ich kein besonderes Know-how lerne sondern mich verwandle. Körper und Gehirn gestalten sich um.
Darum die langsamen Bewegungen und darum ist die Rede von Meditation in Bewegung.
Mit Tai Chi unterwerfe ich mich einer Metamorphose. Der Körper wird optimal (natürlich) umstrukturiert, bis ins kleinste Detail. Das braucht Zeit.
Das Bild „Tai Chi pflegt unter Wasser mein Gehirn“ zeigt das Üben unter Wasser im Gehen. Das nur in meiner Vorstellung stattfindet.
In der Reha habe ich das real gemacht. Außer beim Kopf. Meine Luft wollte ich nicht anhalten.
Was sagt ihr zur Bildidee? Habt ihr bessere? Warum gefällt euch die Machart, warum nicht?
In China gibt es in der Regel noch eine zweite, verborgene Ebene. Beim Tai Chi ist es der Unterschied zwischen inneren und äußeren Übungen.
Die äußeren Übungen kann ich sehen. Beim Sport mache ich sie. Ich kann sie geistesabwesend trainieren. Ich kann mir ausrechnen, mit wie viel Wiederholungen ich was erreiche.
Bei den inneren Übungen trainiere ich mit dem Gehirn, um die äußerlichen Übungen zu verstärken. Sie sind äußerlich nicht sichtbar.
Bewegung wird dann auch zu einer Aktivität des Gehirns.
Durch die inneren Übungen kann der Körper noch mehr als Einheit agieren und ungeahnte Fähigkeiten entfalten.
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Tai Chi muss ich körperlich verstehen. Dafür brauche ich inneres Training. Das funktioniert über Innere Bilder. Mit so einer Vorstellung trainiere ich mein Gehirn.
Ich kann mir vorstellen, ich stehe auf dem Boden eines Sees. Jede Bewegung muss ich den Wasserwiderstand überwinden, während sie langsam und leicht ausgeführt wird.
Es wird vom schwimmen in der Luft gesprochen, was den Sachverhalt aber nur ungefähr trifft. Unterwasserballett passt eher. Im Kopf die Vorstellung von einer Figur, die elegant umsetzt wird, gegen den Widerstand von Wasser. Die Bewegungen sind koordiniert, gleichmäßig und fließend. Der ganze Körper ist in Bewegung. Beharrlichkeit ist hier wichtiger als Kraft.
Fazit:
Das Gehirn kann ich nicht direkt pflegen.
Mit Tai Chi trainiere ich das Gehirn durch Vorstellungskraft und Bewegungen.
Körper und Gehirn werden als Einheit umgestaltet.
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