
Mit „entlasten“ meine ich nicht, weniger machen oder gar Untätigkeit. Entlastung im Sinn von, nicht mehr so anstrengen.
Damit ich immer gern trainiere und mich nicht jedes Mal überwinde.
Entlastung ist kein Nichtstun. Es ist der Weg zum öfter trainieren.
Ich kann meiner Heilung Dampf machen. Ich muss einfach mehr üben. Ich schmiede ehrgeizige Pläne. Die entlasten aber nicht. Jeden Tag kommt etwas anderes dazwischen. Standards und Checklisten helfen auch nicht weiter. Sabotiert mich da jemand?
Warum schaffe ich es nicht, die Dinge umzusetzen, die ich mir vorgenommen habe!
An der Motivation kann es nicht liegen. Ich bin hoch motiviert. Es geht um meine Gesundheit. Einen größeren Ansporn kann ich mir kaum vorstellen.
Ich habe keinen eisernen Willen. Ich bin schwach.

Das Bild „Entlastung 1“ war meine erste Idee zum Thema. Entlastung stellt sich ein, wenn mir die Belastung genommen wird. Symbolisiert durch einen fliegenden Teppich. Was da unten hängt, soll die entlastete Wirbelsäule sein.
Mich interessiert Eure Meinung zu den Bildern. Was sagt ihr zur Bildidee? Habt ihr bessere? Gefällt euch mein Herangehen? Warum nicht?
Martin Luther hat da einen Hinweis für mich.
Ein Mann wendet sich an Gott und klagt. „Lieber Gott. Meine Mutter hat gelobt, dass ich Bischof werde. Wie soll ichs nur erfüllen.“
Ein Gelöbnis machte nur Sinn, wenn es in meiner Macht steht. Für Luther war es ein Gleichnis für den Zölibat. Es trifft aber auf alle Versprechen zu. Auch auf die, die ich mir selber gebe.
Ich nehme mir viel vor. So streichele ich meine Seele. Doch was davon tue ich? Es geht mir nur darum, mich besser zu fühlen.
Je größer das Ziel, umso ambitionierter fühle ich mich. So stachele ich mich selber an.
Dann beginnt die Praxis, mit immer mehr Ausreden. Warum ich heute nicht kann.
Das sind ja keine Ausreden. Es geht halt heute nicht. Dafür mache ich dann morgen das Doppelte. Und wenn es morgen wieder nicht klappt, übe ich übermorgen das Vierfache. Das System funktioniert.

Das Bild „Entlastung 2“ kam, weil ich mit dem ersten Bild nicht zufrieden war. Es soll ein alte Frau darstellen, die Entlastung erfährt, weil sie ihren schweren Einkauf nicht tragen muss, sondern mühelos ihren voll bepackten Rollator zieht.
Die Entlastung von einem schweren Einkauf lässt sich auf einem Bild halt gut darstellen.
So sieht die Künstliche Intelligenz meine Idee.
Mich interessiert Eure Meinung zu den Bildern. Was sagt ihr zur Bildidee? Habt ihr bessere? Gefällt euch mein Herangehen? Warum nicht?
Ich müsste Wanderwege gehen. Stattdessen kraxele ich im Hochgebirge. Während mein Unterbewusstsein hinterher trottet und nur jammert: NEIN! NEIN! NEIN!
Dass ich theoretisch etwas kann, bedeutet nicht, dass ich es auch tue. Ich kann 20 kg abnehmen, täglich 100 Kniebeuge machen oder jede Woche einen Marathon laufen. Wenn sich mein Bewusstsein zu viel vornimmt, lenkt mein Unterbewusstsein es auf eine andere Spur.
Regelmäßig kann ich nur anspruchslos üben oder gar nicht. So hat es die Natur vorherbestimmt. Meine Willensstärke ändert daran nichts. Auf Dauer nicht.
Ich kann mir nur Dinge vornehmen, die bequem machbar sind. Alle anderen werden aussortiert. Du weißt, was Du tun solltest – aber Du tust es nicht. Oder Du fängst an und hörst genauso schnell wieder auf. Mein Verstand liefert die passende Begründung dazu.
Was ich mir vornehme, das mache ich dann nicht. Warum? An meiner Motivation oder am Willen liegt es nicht. Im 12-Minuten-Video Diese Stanford-Grafik erklärt, warum du nicht tust, was du tun willst wird es begründet.
Ich sollte möglichst viele Übungen kennen. Je größer meine Auswahl ist, umso gezielter kann ich mir mein Training gestalten. Welche Entlastungen sind überhaupt möglich? Wie kann ich besser dosieren?
Mühevolle durch schöne Wege ersetzen. Dazu muss ich wie ein Schachspieler sein und möglichst viele Züge vorausdenken. Auch für Dinge, die eigentlich noch gar nicht anliegen.
Ich kann Belastungen vermeiden, wenn ich einem mentalen Werkzeugkasten alle Daten zur Hand habe. Ausweisnummern, Kontonummern, Zugangsnummern. Wann ist was? Wann war was? Was muss ich vorbereiten?
Wir haben einen Vorteil, gegenüber den Generationen vor uns. Völlig unbekannte Menschen nehmen uns Belastungen ab. Sie nehmen nicht mal Geld dafür.
Durch sie kann ich immer mehr regeln, direkt vom Wohnzimmer aus. Der Digitalisierung sei Dank.
Aufgaben sind weniger beschwerlich. Auf vieles muss ich nicht mehr verzichten. Diese Entlastung gibt mir mehr Zeit für mein Training.
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FAZIT
Training für meine Heilung braucht Entlastung.
Nur so halte ich es durch.
Diese Entlastung muss ich organisieren.
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