Wie ich schreibe

Ich will, dass meine Texte verstanden werden.

Nicht, dass sie besonders klug wirken.

Ich will damit keinen Preis gewinnen.

Meine Texte sollen gelesen werden. Und der Leser soll verstehen, was ich meine.

Deshalb beschäftigen mich beim Schreiben zwei Fragen:

Liest das überhaupt jemand?

Wird es verstanden?

Ich schreibe so, wie ich am besten zurechtkomme. So, wie ich mich wohlfühle. Ich will mir mein Leben leichter machen, nicht schwerer.

Verständlich für möglichst viele

Für jeden Menschen ist etwas anderes unverständlich.

Ich kann nicht verhindern, dass jemand über einen Satz stolpert. Aber ich kann versuchen, die größten Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Ich suche deshalb nach einer einfachen Sprache, die alle Menschen verstehen.

Ich will niemanden ausschließen, weil ich perfekt formuliere.

Gesetzestexte sind für mich ein warnendes Beispiel.

Sie sind oft so korrekt, dass man Termine braucht und Personal, das mir erklärt, was eigentlich damit gemeint ist.

Das möchte ich meinen Leserinnen ersparen.

Der Leser soll sich mit meinem Inhalt beschäftigen, nicht an meinen Worten hängen bleiben.

Besser schräg und altmodisch als kompliziert.

Lieber lächerlich aber dafür verständlich.

Beispiele

„Progressive Muskelentspannung“ ist mir lieber als die unverständliche oder sogar missverständliche Abkürzung „PMR“.

Und „Progressive Muskelentspannung“ ist mir lieber als „Progressive Muscle Relaxation“.

„Einkaufstherapie“ ist für mich verständlicher als „Retail Therapy“.

„Doppelaufgabe“ ist mein Kompromiss für das Fachwort „Dual-Task“.

Ich verwende auch nicht ständig beide Geschlechter, nur damit kein Mensch zu kurz kommt.

Wenn ich alle meine, reicht es für mich meist, nur ein Geschlecht zu verwenden.

Ich blähe meinen Text nicht auf.

Ich führe auch keine Liste darüber, wie oft ich Männer oder Frauen angesprochen habe.

Gendern ja.

Aufgeblähte Texte nein.

Kompliziertes einfach

Oft haben mich dunkle Ahnungen zu einer Technik geführt.

Ich wollte etwas ausprobieren, obwohl ich noch gar nicht genau wusste, warum.

Ich versuche, den Wirrwarr in meinem Kopf zu ordnen.

Was passiert da eigentlich?

Warum könnte es funktionieren?

Was kann ich daraus lernen?

Dabei bleibt manches auf der Strecke.

Ich bin kein Wissenschaftler. Ich habe nicht für alles eine Erklärung.

Ich achte aber auf verständliche Texte.

Aus abstrakten Gedanken mache ich möglichst ein Bild mit Worten.

Ich will mich nicht hinter Fachbegriffen verstecken.

Keine Fremdsprache

Die Menschen auf meiner Seite verstehen Deutsch.

Deshalb kommt bei mir Deutsch vor Englisch.

Ich bin dabei kein Fanatiker.

Wenn es clever ist, ein englisches Wort zu nehmen, dann tue ich das. Das ist aber selten.

Oft wollte ich mit einem englischen Wort aber nur zeigen, wie up to date ich bin.

Das Gleiche gilt für Fremdwörter und Ausdrücke aus anderen Sprachen.

Verständlichkeit geht vor.

Zusammenfassung

Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.

Auch ich habe keine hundertprozentige Lösung.

Diese Seite ist auch kein Regelwerk für andere.

Sie beschreibt, wie ich selbst versuche zu schreiben.

Sicher halte ich mich selbst nicht immer an meine eigenen Regeln.

Mein Ziel ist ganz einfach:

Du sollst dich mit meinen Gedanken beschäftigen, nicht mit meinen Formulierungen.

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